Colum McCann: Die große Welt
August 1974: zwischen den beiden Türmen des World Trade Centers balanciert Philip Petit auf einem Seil. Doch dieser Drahtseilakt bildet nicht den Mittelpunkt des Romans von McCann, sondern es ist lediglich der rote Faden, der viele einzelne Geschichten verbindet. Und diese Episoden handeln von Menschen, die 400 Meter tiefer als Petit an ihrem ganz persönlichen „Rand der großen Welt“ leben.
Der erste Teil dieses literarischen New York Kaleidoskops beginnt ironischerweise in Dublin mit der Schilderung der Jugend von Corrigan. Schon in seiner Jugendzeit hat er ein Naheverhältnis mit dem vermeintlichen „Abschaum“ der Gesellschaft: zwielichtige Figuren, Prostituierte, [...]

